Agenda Angebote Was tun bei Aktuell & Rückblick Über uns Downloads Links  

„Eine Hand unter dem Kiel“

Sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und selber mit Hand anzulegen beim Segeln, das war letzte Woche der Alltag von 12 Jugendlichen, einem Jungleiter und drei Leitern von fünf Kirchgemeinden aus der Region. Mit der „Passaat“, einem 119 Jahre alten ehemaligen Frachtschiff segelten wir für fünf Tage über das Wattenmeer in den Niederlanden.

00_unser_Schiff_die_Passaat.jpg

Auf dem Zweimaster lernten wir Segel setzen, einholen, sichern und verpacken, Seemannsknoten knüpfen und bei Wind und Wetter auf See zu sein. Das waren die Erfahrungen, die Jugendliche und Leiter der fünf Kirchgemeinden „Kirche Weinland Mitte“ in der letzten Woche der Sommerferien in den Niederlanden sammelten.
Der Matrose William aus Dänemark leitete uns an wie wir den 32 Meter langen Zweimaster in Fahrt bringen konnten und der Skipper Koen aus den Niederlanden lotste uns sicher zwischen den Sandbänken zu den Inseln Vlieland und Terschelling.

05_Segel_hissen.jpg

Unterwegs sahen wir sich sonnende Robben und riesige Scharen von Seevögeln. Jeden Abend legten wir in einem anderen Hafen an und hatten jeweils noch Zeit, uns das Städtchen ein wenig anschauen. Einige Male gab es auch wunderschöne Sonnenuntergänge. Auf Terschelling mieteten etliche von uns Velos und „fietsten“ damit quer über die Insel an die Nordsee. Das Rumtollen in den teilweise beeindruckenden Wellen und das Fahren mit anders gebauten Velos war etwas, das bei den Teenies einen bleibenden Eindruck hinterliess.

16_Robben_auf_Sandbank.jpg

Einmal liess der Skipper das Schiff bewusst trockenfallen. Für fünf Stunden war nichts mit „einer Hand Wasser unter dem Kiel“. Wir sassen fest auf einer Sandbank und erlebten, dass Nichtstun und Warten bis die Flut wieder kommt auch seine schönen Seiten hat. Zuerst fingen die Jungs und Mädels einige Krabben (die später wieder in die Freiheit durften) und etwas später gingen bei Ebbe etliche auf einen Spaziergang mitten im Wattenmeer. Allerdings musste man die Gezeiten etwas im Auge behalten denn ein paar Stunden später war alles wieder mehrere Meter unter Wasser. Trotz des durchzogenen Wetters und des kalten Windes fanden es alle genial, so etwas einmal erlebt zu haben.

40_Trockenfallen.jpg

Der letzte Stopp mit Übernachtung war im Ijsselmeer bei dem Städtchen Makkum. Um dahin zu kommen mussten wir durch die Schleusen des „Afsluitdijks“ zwischen dem Wattenmeer und dem Ijsselmeer. Ein weiteres Erlebnis, dass die meisten so noch nicht gekannt hatten. Von einer Erfahrung blieben wir Gott sei Dank alle verschont; trotz gelegentlicher ziemlicher Schräglage des Schiffes bei sehr gutem Wind wurde niemand seekrank. Einzig die Köchinnen hatten etwas Mühe in dieser Situation zu kochen und auch einige Teile des Geschirrs machten sich selbstständig… Diese Köchinnen wurden immer wieder gelobt für das sehr gute Essen und steuerten damit auch zur guten Stimmung an Bord bei. Für den Geburtstag eines Teilnehmers backten sie sogar spezielle Küchlein.
Am Freitagmorgen war das spannende Segellager vorbei und für die Seefahrer ging es mit dem Bus wieder zurück in die Schweiz. Spätestens als die typischen Backsteinhäuser des Nordens abgelöst wurden von Häusern in einem bekannteren Baustil wussten alle, der Alltag hat uns bald wieder, aber die Reise wird sicher in guter Erinnerung bleiben bei allen Beteiligten.
Marianne Hablützel

08_chillen_an_Deck..jpg
02_Segel_auspacken.jpg
12_am_Strand_in_Vlieland.jpg
31_Schwimmen_in_der_Nordsee.jpg
 
Weinland Mitte
Zusammenschluss? Hier finden Sie die Informationen dazu.
mehr...
Für alle, die nicht mobil sind, bieten wir zu jedem Gottesdienst einen Fahrdienst an!
mehr...